- RPM und CPM: der Unterschied, den fast alle übersehen
- Das Rechenbeispiel von YouTube
- Ab wann verdient man mit YouTube Geld?
- Wann das Geld kommt: die Euro-Grenzen
- Die US-Steuer, die dein Einkommen schmälert
- Wie viel bringt 1 Million Aufrufe?
- So rechnest du deinen eigenen Verdienst aus
- Shorts werden anders bezahlt
- Mein Fazit
- Häufige Fragen
Mit YouTube verdienst du keinen festen Betrag pro Aufruf. Kanäle im YouTube-Partnerprogramm (YPP) bekommen einen Anteil an den Werbe- und YouTube-Premium-Einnahmen, und was 1.000 Aufrufe bringen, der RPM, ist bei jedem Kanal anders. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen das YPP offen ist, und mit einem AdSense-Konto in Euro wird ab einem Guthaben von 70 Euro ausgezahlt.
Ich weiß, du suchst eine konkrete Zahl, und viele Seiten nennen eine. YouTube selbst veröffentlicht aber keinen Satz pro Aufruf und keinen pro Land. YouTube veröffentlicht Regeln: wer verdienen darf, wie geteilt wird, wann ausgezahlt wird und wie viel die US-Steuer abzieht. Ich habe alle hier genannten offiziellen Seiten von YouTube und Google im Oktober 2026 gelesen.
RPM und CPM: der Unterschied, den fast alle übersehen
| Kennzahl | Was sie misst | Vor oder nach der Umsatzbeteiligung? |
|---|---|---|
| CPM | Was ein Werbetreibender für 1.000 Werbeimpressionen zahlt | Vorher |
| RPM | Was du pro 1.000 Aufrufe verdienst: Werbung, Kanalmitgliedschaften, YouTube Premium, Super Chat und Super Sticker | Nachher |
Das Detail, das kaum jemand kennt: Laut YouTube wird der RPM pro 1.000 Aufrufe mit Interaktion berechnet. Deshalb liegt der RPM immer unter dem CPM. Wenn dir jemand erzählt, YouTube zahle viel pro 1.000 Aufrufe, meint er meist den CPM, also die Ausgaben des Werbekunden, nicht das, was bei dir ankommt.
Das Rechenbeispiel von YouTube
Die offizielle Hilfe rechnet so: Ein Video hat 5.000 Aufrufe, aber nur 1.500 davon zeigen Werbung, insgesamt 2.000 Impressionen. Hat der Werbetreibende insgesamt US$7 bezahlt, liegt der CPM bei US$3,50 (Zahlen von YouTube, geprüft im Oktober 2026). Die eigentliche Lehre: Viele Aufrufe zeigen gar keine Werbung und bringen deshalb auch keine Werbeeinnahmen.
Ab wann verdient man mit YouTube Geld?
Werbeeinnahmen gibt es erst im YPP. Dein Kanal muss eine dieser zwei Schwellen erreichen:
| Weg | Abonnenten | Was du brauchst | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| Lange Videos | 1.000 | 4.000 gültige öffentliche Wiedergabestunden | Letzte 12 Monate |
| Shorts | 1.000 | 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe | Letzte 90 Tage |
Wichtig: Wiedergabestunden aus dem Shorts-Feed zählen nicht zu den 4.000 Stunden. Außerdem brauchst du die Bestätigung in zwei Schritten für dein Google-Konto und ein verknüpftes AdSense-Konto. Die Prüfung dauert laut YouTube meist etwa einen Monat.
Wird dein erster Antrag abgelehnt, kannst du innerhalb von 21 Tagen Einspruch einlegen oder weiter eigene Inhalte hochladen und dich nach 30 Tagen neu bewerben. Ist es nicht deine erste Ablehnung, musst du 90 Tage warten.
Wann das Geld kommt: die Euro-Grenzen
Verdienen und ausgezahlt bekommen sind zwei Paar Schuhe. AdSense hat Grenzen pro Währung, und der Euro steht in der offiziellen Tabelle (Angaben von Google, geprüft im Oktober 2026):
| Grenze | Konto in Euro |
|---|---|
| Steuerinformationen | Nicht zutreffend |
| Identität und Adresse bestätigen | Identität US$0, Adresse US$10 oder Gegenwert |
| Zahlungsmethode auswählen | €10 |
| Auszahlung | €70 |
| Kündigung des Kontos | €10 |
Erreichst du in einem Monat keine 70 Euro, verfällt nichts: Das Guthaben wird in den nächsten Monat übertragen, bis die Grenze erreicht ist.
Die US-Steuer, die dein Einkommen schmälert
Diesen Teil erzählt kaum jemand. Alle Creator im YPP müssen Google ihre US-Steuerinformationen schicken, egal wo sie leben. Wenn du das tust, liegt der Abzug zwischen 0% und 30% und gilt nur für das, was du mit Zuschauern in den USA verdienst. Wie hoch er ist, hängt vom Steuerabkommen deines Landes mit den USA ab.
Schickst du die Angaben nicht, kann Google bis zu 24% deiner weltweiten Einnahmen einbehalten, nicht nur den US-Anteil. Das Beispiel von YouTube: Ein Creator verdient in einem Monat US$1.000, davon US$100 mit US-Zuschauern. Ohne Steuerangaben werden US$240 abgezogen, mit Angaben, aber ohne Abkommen, US$30 (Zahlen von YouTube, geprüft im Oktober 2026).
Wie viel bringt 1 Million Aufrufe?
Es gibt keine feste Zahl. Was 1 Million Aufrufe bringt, ist dein RPM mal 1.000, und der RPM hängt von deinem Thema, deinem Publikum und dem Anteil der Aufrufe mit Werbung ab. Für 100.000 oder 10 Millionen Aufrufe gilt dieselbe Rechnung. Deshalb verdienen zwei YouTuber mit 100.000 Abonnenten oft völlig unterschiedlich: Abonnenten werden nicht bezahlt, Aufrufe mit Werbung schon.
So rechnest du deinen eigenen Verdienst aus
- Öffne YouTube Studio und geh zu Analytics.
- Klick auf den Tab Umsatz.
- Schau dir den RPM für den gewählten Zeitraum an.
- Teil deine Aufrufe durch 1.000 und multiplizier mit dem RPM: Das ist dein geschätzter Verdienst vor Steuern.
- Vergleiche mehrere Monate: Steigen die Aufrufe und sinkt der RPM, haben weniger Aufrufe Werbung gezeigt.
Wer auch auf Instagram aktiv ist, sieht in dem Überblick zu den Schwellen bei Instagram, welche Grenzen dort gelten.
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Shorts werden anders bezahlt
Bei Shorts gibt es keine Einnahmen pro Video. Die Werbeeinnahmen aus dem Shorts-Feed fließen in einen Topf, den Creator Pool, und werden nach deinem Anteil an den Aufrufen mit Interaktion in jedem Land verteilt. Nutzt ein Short einen Musiktitel, geht die Hälfte der zugehörigen Einnahmen in den Topf und die andere Hälfte deckt die Musiklizenzen. Von dem Betrag, der dir zugeteilt wird, behältst du 45%.
Ab dem 1. Februar 2027 brauchst du mindestens 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen, um jeden Monat am Shorts-Umsatz beteiligt zu werden. Wer im YPP bleiben will, muss außerdem bis zum 31. Januar 2027 die neuen Bedingungen in YouTube Studio akzeptieren.
Kurze Videos folgen anderen Regeln, die unsere Übersicht zu den Einnahmen mit TikTok erklärt.
Mein Fazit
Hör auf, nach einem Betrag pro Aufruf zu suchen, den gibt es nicht. Konzentrier dich auf das YPP, schick deine US-Steuerangaben gleich am ersten Tag und behalte deinen RPM jeden Monat im Blick. Und denk daran: YouTube kann die Monetarisierung abschalten, wenn ein Kanal 6 Monate oder länger nichts hochlädt. Zum Vergleich auf Englisch: mein Artikel wie viel YouTube für 1 Million Aufrufe zahlt und der über YouTuber mit 100.000 Abonnenten.
Häufige Fragen
Wie viel zahlt YouTube für 1.000 Aufrufe in Deutschland?
YouTube veröffentlicht keinen Satz pro Land. Was du pro 1.000 Aufrufe verdienst, ist dein RPM, den du in YouTube Studio unter Analytics im Tab Umsatz findest.
Ab wie vielen Abonnenten verdient man Geld bei YouTube?
Fürs YPP brauchst du 1.000 Abonnenten plus 4.000 Wiedergabestunden in 12 Monaten oder 10 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen.
Wann zahlt YouTube in Deutschland aus?
Mit einem AdSense-Konto in Euro, sobald dein Guthaben 70 Euro erreicht. Darunter wird es in den nächsten Monat übertragen.
Wie viel US-Steuer zieht YouTube ab?
Mit Steuerangaben zwischen 0% und 30%, und nur auf Einnahmen von US-Zuschauern. Ohne Angaben bis zu 24% der weltweiten Einnahmen.
Wie viel verdient ein YouTuber mit 100.000 Abonnenten?
Das lässt sich nicht an Abonnenten festmachen. Bezahlt werden Aufrufe mit Werbung, und den RPM eines Kanals sieht nur der Kanal selbst.
Zahlen YouTube Shorts pro Aufruf?
Nein. Die Shorts-Werbeeinnahmen werden pro Land in einen Topf gelegt und nach Aufrufen mit Interaktion verteilt, und du behältst 45% deines Anteils.